Was bedeutet Entwicklungskapazität?
Ein Paket enthält Entwicklungskapazität — nicht Stunden, nicht Kalenderwochen. Sie geben sie für die Funktionen aus, die auf Ihrer Roadmap ganz oben stehen. Die Basis‑Kapazität ist unsere Maßeinheit dafür.
Klartext: Eine 1×-Kapazität in Änderungen
Als grobe Faustregel reicht eine Basis‑Entwicklungskapazität für eine große Änderung oder etwa 20 kleinere Änderungen. Größere Pakete enthalten ein Vielfaches davon: das 3×- bzw. 8×-Paket entsprechend mehr Funktionsumfang.
„Groß“ und „klein“ sind dabei kein Bauchgefühl, sondern das Ergebnis einer fachlichen Bewertung. Was die eine Funktion klein und die andere groß macht, hängt von ihrer Komplexität ab — und die hat überraschend wenig mit der Anzahl der Bildschirme oder Knöpfe zu tun.
Basis-Entwicklungskapazität
1 große Änderung
20 kleinere Änderungen
- Änderung 1
- Änderung 2
- Änderung 3
- Änderung 4
- Änderung 5
- Änderung 6
- Änderung 7
- Änderung 8
- Änderung 9
- Änderung 10
- Änderung 11
- Änderung 12
- Änderung 13
- Änderung 14
- Änderung 15
- Änderung 16
- Änderung 17
- Änderung 18
- Änderung 19
- Änderung 20
Warum Bewertung schwierig ist
Nicht jede Funktion ist gleich groß.
Zwei Funktionen können auf dem Papier identisch klingen — und im Aufwand um das Zehnfache auseinanderliegen. Der Aufwand steckt selten dort, wo Laien ihn vermuten: nicht in der Menge der Bildschirme, sondern in der Komplexität dahinter.
Deshalb bewerten wir jede Funktion entlang einiger weniger, aber wirkungsvoller Komplexitätstreiber. Sie bestimmen, ob eine Funktion „klein“ oder „groß“ ist — und damit, wieviel Kapazität sie aus Ihrem Paket beansprucht. Ihr Curator schätzt das transparent ein, bevor eine Funktion in die Umsetzung geht.
Die vier Komplexitätstreiber
Was eine Funktion groß macht
Komplexe Fachdomänen
Je verzweigter die fachlichen Regeln, desto mehr steckt in einer scheinbar kleinen Funktion.
Manche Funktionen sehen an der Oberfläche simpel aus, tragen aber ein dichtes Geflecht aus Geschäftsregeln in sich: Steuer- und Abrechnungslogik, regulatorische Vorgaben, Tarif- und Rabattmodelle, Rollen- und Rechtekonzepte, branchenspezifische Sonderfälle. Eine „Rechnung erstellen“-Funktion in einem Versicherungs- oder Logistikkontext ist etwas völlig anderes als in einem simplen Online-Shop.
Warum das die Bewertung treibt
Jede Regel will verstanden, sauber modelliert, mit Ihnen abgestimmt und gegen Sonderfälle getestet werden. Genau diese fachliche Tiefe — nicht die Zeilen Code — bestimmt, wieviel Kapazität eine Funktion verschlingt.
Komplizierte technische Lösungen
Anspruchsvolle Technik unter der Haube kostet mehr Kapazität als ein Standardbaustein.
Funktionen, die Echtzeit-Verarbeitung, Nebenläufigkeit, Anbindung an Fremdsysteme, aufwändige Datenmigrationen, Offline-Fähigkeit oder besondere Anforderungen an Performance und Skalierung verlangen, brauchen durchdachte Architektur statt eines fertigen Bausteins. Eine Schnittstelle zu einem launischen Drittanbieter-System kann mehr Arbeit sein als die eigentliche Funktion.
Warum das die Bewertung treibt
Solche Lösungen erfordern Entwurf, Prototyping, sorgfältige Fehlerbehandlung und intensiveres Testen. Das Risiko und die nötige Sorgfalt steigen — und damit die Kapazität, die wir für ein belastbares Ergebnis einplanen.
Große Codebasis
Je gewachsener das Produkt, desto mehr Rücksicht verlangt jede neue Funktion.
In einem frischen Projekt steht eine Funktion für sich. In einem umfangreichen, gewachsenen Produkt muss jede Änderung in bestehende Strukturen eingewoben werden, ohne anderes zu zerstören. Mehr Berührungspunkte, mehr Abhängigkeiten, mehr Stellen, an denen etwas brechen kann — und mehr bestehende Tests, die weiter grün bleiben müssen.
Warum das die Bewertung treibt
Dieselbe Funktion ist in einer großen Codebasis teurer als in einer kleinen: Einarbeitung in den Bestand, Regressionstests und Integration kosten Kapazität, die auf der grünen Wiese schlicht nicht anfällt.
Außergewöhnliches UI-Design
Ein Standard-Formular ist schnell gebaut — ein herausragendes Erlebnis ist Handwerk.
Funktionale Standard-Oberflächen aus unserem Baukasten entstehen zügig. Etwas Außergewöhnliches dagegen — maßgeschneiderte Interaktionen, flüssige Animationen, Datenvisualisierungen, pixelgenaue Markenführung, durchdachte Barrierefreiheit und ein perfektes Verhalten über alle Bildschirmgrößen hinweg — ist gestalterische und technische Feinarbeit.
Warum das die Bewertung treibt
Hoher gestalterischer Anspruch bedeutet Entwurfsschleifen, Liebe zum Detail und zusätzliches Testen über Geräte und Eingabearten hinweg. Dieser Politur-Aufwand fließt direkt in die Bewertung einer Funktion ein.
Von der Kapazität zum Paket
Sie kaufen Kapazität in Form eines Pakets und geben sie für die Funktionen aus, die Ihnen am wichtigsten sind. Der Tarif legt fest, wieviel Kapazität ein Paket enthält — abstrakt ausgedrückt als Multiplikator: Minimal (1×), Performance (3×) und Max (8×). Höhere Tarife liefern pro Paket mehr Funktionsumfang.
Die Paketgröße können Sie bei jeder Buchung wechseln. Nicht genutzte Kapazität verfällt 90 Tage nach Kauf.
Erzählen Sie uns von Ihrer Idee.
Im ersten Videocall ordnen wir gemeinsam ein, was groß und was klein ist — und Sie erhalten Ihre erste funktionsfähige Version. Kostenlos und unverbindlich.